Informationen
Folgende Waffen können im Verein geschossen werden:
Luftpistole, Luftgewehr, Pistole/Revolver Kal. .22lfB bis Kal. .45ACP
Klein- und Großkalibergewehr, Vorderladerwaffen, Bogen
Anzahl der Stände im Verein:
10 Bahnen für Luftgewehr und Luftpistole 10 m
10 Bahnen für Kurzwaffen 25 m (Patronen- und Vorderladerwaffen)
8 Bahnen für Kleinkalibergewehr und Vorderladergewehr 50 m
5 Bahnen für Klein- und Großkalibergewehr 100 m
Bogenstand
Schießzeiten des SV Quickborn-Renzel:
Donnerstag
17:00 - 22:00 Uhr Patronen-Waffen
Jeden letzten Donnerstag im Monat Training Unterhebel 50m auf dem 100m Stand von 20:00 - 22:00 Uhr
Freitag
17:00 - 21:00 Uhr Vorderlader
18:30 - 20:00 Uhr Jugendtraining auf dem 10m-Stand
Samstag
14:00 - 17:00 Uhr
Bogentraining von15:00 - 17:00 Uhr
Von Anfang Oktober bis Ende April findet das Bogentraining immer Samstags von 14:45-17:00 Uhr in der neuen Sporthalle statt.
Einzelheiten sind unter der Rubrik Bogensport zu finden.
Sonntag
10:00 - 12:00 Uhr
Aufnahmegebühren und Beiträge:
Aufnahmegebühren: Einzelpersonen: € 260.--, Paare: € 310.--, (Mitgliedschaft "nur
Bogen" auf Anfrage)
Jugendliche bis 18 Jahre: € 26.--, von 18-21 Jahre: € 130.--.
Beiträge: Einzelpersonen: € 101.--, Paare: € 166.--, Jugendliche bis 18 Jahre: € 36.--,
von 18-21 Jahre: € 60.--,
jeweils im Jahr.
Gebühren für Gäste: 25, 50 und 100m-Stände: € 13.--/Stunde. 10m-Stand und Bogenstand:
€ 2,50/Stunde.
Schießstand: Kugelfang 1, 25451 Quickborn, Tel.: 04106-3141
Infos: www.svqr.de
und E-mail: info@svqr.de
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TRADITION - Die Frühgeschichte der Schützen
In Deutschland entstanden die ersten Schützengesellschaften, Schützengilden oder
Schützenbruderschaften im 11. Jahrhundert in den mittelalterlichen Städten.
Damals schloss man sich nicht wegen der Feiern und Feste zusammen, sondern man bildete
Notgemeinschaften, um Haus und Hof zu schützen. Das Schützenwesen war gleichzeitig aber auch
eine Bekundung der Wehrkraft. Die sogenannte Landwehr wurde durch den jeweiligen Souverän
beaufsichtigt und im Gebrauch der Armbrust, später in der Handhabung der Feuerrohre
und Büchsen ausgebildet.
Auch als die Bauern im Lehnswesen unter den Schutz von Kirche und Adel kamen, mussten sie sich
doch gegen räuberische Überfälle und Verbrechen in Selbsthilfe behaupten. Echte Schützengesellschaften
bestehen seit der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts. Von Flandern ausgehend, (Teile Frankreichs, Belgiens
und der Niederlande) breitete sich das Schützenwesen im 14. und 15. Jahrhundert in Mitteleuropa aus
und existiert seit diesem Zeitpunkt nachweislich auch im heute deutschsprachigen Raum. Über sonstige
Aufgaben ist aus dieser Zeit nur sehr wenig bekannt, weil in Kriegszeiten Statuten und Namensverzeichnisse
der Bruderschaften von Freund und Feind als Rekrutierungslisten verwendet wurden, verbrannte man restlos
alle Unterlagen.
Im 13. und 14. Jahrhundert blühte das Städtewesen auf und verbunden damit war der Aufstieg des Bürgertums.
Es ist charakteristisch für diese Zeit, dass der ritterliche Nahkampf immer mehr an Bedeutung verlor und man
zunehmend zu einem verstärkten Gebrauch von Schusswaffen überging. Die Städte lösten sich allmählich von ihren
Stadtherren und steuerten ein kulturelles Eigenleben an. Das selbstbewusste Bürgertum stellte dabei den
ritterlichen Turnieren ein eigenes Wettspiel, den Schieß-Wettkampf, zur Seite. Das Schützenfest war damit geboren.
Man bezeichnete damals diese volkstümlichen Wettkämpfe auch als Turniere der Bürger oder des kleinen Mannes.
Vor diesem Hintergrund ist zu verstehen, dass es zwei Theorien gibt, die zu belegen vermögen, welche Motive
zur Gründung der ersten Schützengesellschaften geführt haben. Gemeint sind Motivationen wie Schutz von Haus
und Hof sowie Körperertüchtigung im Wettstreit.
Die Schützengemeinschaften, die sich auf eine Tradition berufen können, erwuchsen aus echtem Bürgersinn
und dem Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl. Die wehrhaften Männer schlossen sich im Mittelalter
neben den Zünften zusammen, um in den Zeiten der Not ihre Städte und deren Bürger vor dem Untergang zu bewahren.
Die ursprüngliche Aufgabe der Schützentage war die Musterung der wehrfähigen Bürger, die vor den Toren der Stadt ihre Waffen
überprüfen ließen und danach Proben ihrer Schiessfähigkeit ablegen mussten.
Ungefähr 1650, nachdem auch andere Gemeinden eines Kirchspiels Schützenbruderschaften hatten, wurden auch die ersten Feste gefeiert.
Bei diesen Veranstaltungen, so war jedenfalls die Vorstellung, sollten alle Bürger eines Ortes zu einer friedlichen Feier
zusammenkommen. Niemand sollte ausgeschlossen werden. In den ersten Satzungen dieser Zeit wird ausdrücklich erklärt,
dass auch auswärtige Personen Mitglieder werden können. Das Schützenfest galt als Volksfest allgemein. Der Wunsch der Bevölkerung
muss in den zwanziger Jahren des vergangenen 19. Jahrhunderts sehr groß gewesen sein. Die Menschen hatten offensichtlich durch die
vielen Kriege und die Hungersnot einen Nachholbedarf. Ein Zeichen dafür ist die Tatsache, dass in dieser Zeit viele Schützenvereine
gegründet wurden. Im Jahre 1842 erging von der Obrigkeit die Anordnung, dass die neuen Schützenvereine nicht länger als zwei Tage
feiern durften, Sonntag und Montag, da sonst die Schützen zu lange von ihrer Arbeit abgehalten würden. Am Sonnabend durfte nicht
gefeiert werden, um den Gläubigen den Kirchgang am Sonntag zu ermöglichen.
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Sportschützen
Der Schützenverein Quickborn Renzel von 1928 e.V. hat knapp 400 Mitglieder
und ist einer der größten Schützenvereine in Norddeutschland.
Mehr als 1,6 Millionen Mitglieder bundesweit bilden eine große Gemeinschaft. Wir
sind in der glücklichen Lage, stets freiwillige Helfer aufbieten zu können - für Wettkämpfe,
Instandhaltung, Reparaturen, Veranstaltungen wie Schützenfest oder Westerntreffen.Das Ehrenamt, in
vielen anderen Sportarten mittlerweile ein Reizwort, hat bei
den Schützen einen hohen Stellenwert. Nur so ist es auch möglich, dass aktive Schützen immer
die Möglichkeit haben, zu trainieren und Wettkämpfe auszutragen.
Neben den Leistungssportlern gibt es eine große Zahl an Mitgliedern, die das Sportschießen
als reines Steckenpferd betreiben und nicht nach olympischem Gold streben. Sie besuchen in regelmäßigen
Abständen das Schützenhaus, um die im Alltag strapazierten Nerven zu "überholen". Denn Sportschießen
ist mehr als ein übliches Hobby, Sportschießen zwingt zur inneren Ruhe. Vom ersten Tag an werden
neue Mitglieder von älteren und erfahrenen Schützen betreut. Besondere Talente fallen sofort auf.
Viele Vereinsmitglieder sind bereit, den Nachwuchs intensiv zu schulen und zu trainieren.
Viele Schützenvereine haben Spitzenschützen hervorgebracht, die im internationalen Sport häufig auf dem
Siegertreppchen stehen. Auch bei den Olympischen Spielen, Sommer- sowie Winterspiele, gehören die deutschen Sportler
und Schützen zu den Besten, die im Finale um Gold, Silber oder Bronze kämpfen.
Schützen aus dem Schützenverein Quickborn Renzel von 1928 e.V. haben bereits bei Welt- und Europameisterschaften
führende Plätze belegt, das Gleiche gilt für Deutsche Meisterschaften, sowie Landesmeisterschaften.
Selbst bei den Spitzensportlern steht das rein materielle Denken nicht im Mittelpunkt. Der olympische
Gedanke bedeutet den Schützen sehr viel - die erfolgreiche Teilnahme steht im Vordergrund. Die Erfolge sind
auf die Einbindung der Sportler in ihre Vereine zurückzuführen und die Vereinsmitglieder sind es vornehmlich,
die durch ihre Beiträge Spitzenleistung erst möglich machen.
Die Schützen verwenden in ihren Disziplinen Pistole, Armbrust, Gewehr und Bogen - Sportgeräte, die oft zu Unrecht
ängstlich beäugt werden. Zur Verdeutlichung: sie alle haben mit den automatischen Verteidigungswaffen, wie sie von
Polizei und Bundeswehr benutzt werden, nicht das Geringste gemein. Die "Waffen" des Schützen, um bei dem
oft über strapazierten Klischeebegriff zu bleiben, werden nur zum sportlichen Wettkampf eingesetzt.
Diese Sportgeräte sind - historisch gesehen - gleicher Herkunft, wie zum Beispiel Speer, Diskus, Säbel und Degen,
die heute als Sportgeräte außerhalb jeglicher Diskussion stehen und können genau wie diese bei fahrlässiger
Benutzung Schaden anrichten.
Die Sicherheit und der verantwortliche Umgang mit den Sportgeräten stehen bei den Schützen im Mittelpunkt des Denkens
und Handelns. Zuerst wird neuen Mitgliedern durch ausgebildete Übungsleiter die richtige Handhabung der Pistole oder
des Gewehrs beigebracht, bis sie die Regeln "im Schlaf", tatsächlich automatisch beherrschen. Absolut verboten ist es,
selbst die ungeladene Waffe auf Menschen zu richten. Nach dem Schießen werden die Sportgeräte entladen und geöffnet
abgelegt. Es gibt eine ganze Reihe von Sicherheitsregeln.
Das Ergebnis dieser Schulung ist offensichtlich: Unfälle auf Schießständen, die von Schützen verursacht werden, sind
außerordentlich selten. Die Statistiken der Versicherungen sprechen eine deutliche Sprache, denn Sportunfälle von Schützen
kommen so selten vor, dass sie noch nicht einmal in Promillebereichen ausgewiesen werden können.
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